Liebe Fachpersonen


Stillen ist ein natürlicher Vorgang. Ist er das denn wirklich immer? Leider nein. Ich erlebe in meinem Berufsalltag in einer grossen Klinik immer wieder, wie viele Hürden es für Mütter geben kann. Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt stehen viele vor ganz anderen Herausforderungen, als sie es sich vorgestellt haben. In genau diesen Momenten zeigt sich, wie entscheidend eine gute Stillvorbereitung sein kann.

Durch meine tägliche Arbeit sehe ich, wie viel es bewirken kann, Mütter frühzeitig zu begleiten – mit Wissen, Einfühlungsvermögen und den richtigen Hilfsmitteln. Ein Hilfsmittel was sich als sehr unterstützend herausgestellt hat, ist die Milchpumpe Ardo Alyssa Hands-Free.

Die folgenden zwei Fallbeispiele aus meinem Alltag sollen Ihnen einen praxisnahen Einblick geben, wie die Alyssa im klinischen Alltag eingesetzt wird – und wie sie helfen kann, individuelle Lösungen für einen gelungen Stillstart zu finden. Ich lade Sie herzlich ein, sich inspirieren zu lassen und neue Impulse für Ihre wichtige Arbeit mitzunehmen. Also erzählen Sie es gerne weiter.

Herzlichst,
Verena Keller

Stillberatung bei einer Drillingsmutter

Laktationsverlauf und Ernährung von Drillingen mit Muttermilch

Anamnese

Eine mit Drillingen schwangere Frau liegt während zehn Wochen vor der Entbindung im Spital. Während dieser Zeit erhält sie von einer Stillberaterin Unterstützung, um sich optimal auf das Stillen vorzubereiten.

Befund

Ab Geburt bis mittlerweile sechs Wochen danach können die Drillinge (eineiige Zwillinge und ein Einling) weiterhin grösstenteils mit Muttermilch versorgt werden.

Die Zwillinge können nach der Geburt relativ schnell angelegt werden. Durch regelmässiges Abpumpen ist die Milchproduktion sehr gut angeregt und dadurch können beide schnell zu trinken beginnen.

Der Einling ist ebenfalls mit Muttermilch versorgt, wenn auch nicht ausschliesslich.

Auch sechs Wochen nach der Geburt sind alle Kinder nach wie vor - mit der Alyssa Hands-Free begleitend - mit Muttermilch versorgt.

Wahl der Pumpe und Abpumpmanagement

Die Stillberaterin erklärt der Frau vorgeburtlich, dass es entscheidend sei, in den ersten Stunden nach der Geburt mit der Milchgewinnung entweder von Hand oder – falls dies schwierig sei – mittels einer Milchpumpe zu beginnen. Dabei rät sie zu einer Pumpe:

  • mit der die Mutter bereits ein wenig vertraut ist,
  • mit weichen Brustglocken, die angenehmer sind als harte,
  • und die das Abpumpen in halbliegender Position ermöglicht, da viele Mütter nach einem Kaiserschnitt Schwierigkeiten haben, aufrecht zu sitzen[1]

Die werdende Mutter nimmt sich diesen Rat zu Herzen und bestellt sich vorgeburtlich eine Ardo Alyssa Hands-Free. Sie hat die Pumpe bei sich im Spital, sterilisiert sie nachgeburtlich und hat somit alles bereit.[2]

Nach der Geburt fängt sie zuerst sie mit der Handmilchgewinnung an, kommt damit jedoch nur schwer zurecht. Sie ist nach 10wöchigem Liegen von den Bewegungen her etwas eingeschränkt ist und auch etwas überfordert mit der Situation.


Deswegen beginnt die Frau dann am ersten Tag noch mit der Ardo Alyssa Hands-Free in halbliegender Position abzupumpen.
Das funktioniert gut: sie kann bereits am ersten Tag 8 ml Muttermilch pro Pumpvorgang gewinnen. Dank der individuell einstellbaren Funktionen der Alyssa Hands-Free kommt sie mit dem Abpumpen rasch sehr gut zurecht.

Aufgrund von hygienischen Massnahmen und Vorgaben des Spitals muss die Mutter zwischendurch auf eine Spitalpumpe eines anderen Herstellers[3] zurückgreifen. Dabei bemerkt sie schnell:

  • Die festen Brustglocken empfindet sie als unangenehm.
  • Zum Abpumpen muss sie sehr aufrecht, in leicht nach vorne geneigter Position sitzen und kann nicht bequem halbliegend abpumpen wie mit der Alyssa Hands-Free.

Das Ergebnis: Mit der Spitalpumpe gewinnt sie deutlich weniger Milch als mit ihrer Ardo Alyssa Hands-Free.

Zusätzlich stellt sie fest:

  • Die Spitalpumpe ist lauter.
  • Im Gegensatz zur Alyssa Hands-Free schränkt sie die Spitalpumpe räumlich ein. Sie kann sich nur eine Kabellänge von der Pumpe wegbewegen.

Diese Einschränkungen führen dazu, dass sie sich gestresst und blockiert fühlt.

Nachdem die Stillberaterin die hygienischen Umstände geklärt hat, darf die Mutter wieder ihre Alyssa benutzen und es stellt sich sofort wieder Erfolg beim Abpumpen ein.


Ergebnis

Auch nach sechs Wochen sind alle Kinder nach wie vor - mit der Alyssa Hands-Free begleitend - mit Muttermilch versorgt – ein Ergebnis, das kaum besser sein könnte.

Zudem konnte sie die Zwillinge relativ schnell anlegen. Die Milchproduktion war durch das regelmässige Abpumpen sehr gut angeregt, dadurch konnten beide auch schnell trinken.


Schlussfolgerungen

  • Mit der Alyssa Hands-Free können Mütter bequem in einer zurückgelehnten Position abpumpen. Dies ist mit einer Pumpe mit klassischen Pumpsets nicht möglich – hier müssen die Mütter aufrecht sitzen oder sich sogar nach vorne lehnen.
  • Viele Frauen empfinden die weichen Brustglocken als deutlich angenehmer als harte.
  • Das Abpumpen an einer fest installierten Pumpstation im Spital kann als einschränkend empfunden werden. Gerade in stressigen Situationen schätzen Frauen jede Art von Bewegungsfreiheit und Flexibilität.

Auch wenn jede dieser Herausforderungen für sich genommen unwichtig erscheinen mag, können sie in der Summe dazu führen, dass eine Mutter Schwierigkeiten hat, ausreichend Milch zu gewinnen. Eine Milchpumpe wie die Alyssa Hands-Free kann entscheidend dazu beitragen, dass das Baby (oder wie wir gesehen haben sogar Drillinge) in den ersten Monaten ausreichend Muttermilch erhält – mit den bekannten Vorteilen für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes.


Abpumpen zur Versorgung eines Frühgeborenen mit einer beginnenden NEC mit Muttermilch

Anamnese

Eine Mutter hat ihr Kind in der 31. SSW entbunden. Es besteht die Gefahr einer nekrotisierenden Enterokolitis (NEC)[1]. Das Risiko hierfür ist Unreife in Kombination mit Formula-Nahrung[2].

Befund

Als die Stillberaterin die Mutter zum ersten Mal trifft, leidet das Kind bereits an einer beginnenden NEC, es geht ihm schlecht.

Die Mutter ist sehr verzweifelt, sie sorgt sich um ihr Kind.

Die Mutter muss ständig zwischen der Wochenbett- und der Kinderstation pendeln, dadurch fühlt sie sich zusätzlich gestresst.

Das ständige Pumpen auf der Wochenbettstation empfindet sie ebenfalls als ausgesprochen unangenehm und laut. Sie fühlt sich gezwungen abzupumpen, und vergleicht die Situation mit einem „Kuhstall“, da sie an einem festen Gerät sitze und, wie sie sagt, «gemolken wird».

Die Mutter soll in den nächsten Tagen entlassen werden. Da sie eine halbe Autostunde entfernt wohnt, bedeutet das täglich 1 Stunde Autofahrt.

Abpumpmanagement

Die Stillberaterin erklärt der Mutter die hohe Wichtigkeit der Versorgung ihres Kindes mit Muttermilch. Sie schlägt vor, dass sich die Mutter eine Ardo Alyssa Hands-Free bestellt. Sie sieht die Vorteile dieser Pumpe für die Mutter in dieser schwierigen Situation.

Am Tag darauf, berichtet die Mutter, dass das Kind kurzfristig gleichentags wegen der NEC operiert werden muss.

Die Mutter hat die Alyssa Hands-Free inzwischen bestellt. Die Stillberaterin betont nochmals die grosse Wichtigkeit des Versorgens eines Kindes mit NEC mit Muttermilch und somit des Abpumpens.

Die Mutter kann sich nochmals motivieren und beginnt, regelmässig mit der Alyssa Hands-Free abzupumpen. Diese Pumpe sagt ihr in ihrer Situation mehr zu als die spitaleigene. Sie pumpt nun regelmässig ab und kann ihr Kind dauerhaft mit Muttermilch versorgen.

Die Mutter nennt folgende Vorteile der Alyssa Hands-Free:

  • Pumpen während der Autofahrt: Sie kann während der Fahrt ins Spital pumpen, da ihr Mann fährt. Das wäre aus Diskretionsgründen mit einem klassischen Pumpset nicht möglich für sie.
  • Besseres Gefühl dank Flexibilität: Sie fühlt sich nicht mehr gezwungen zu pumpen, sondern kann es flexibel tun, sei es beim Sitzen, Kochen oder Lesen. Sie hat nicht mehr das Gefühl, dass sie an einer Melkmaschine sitzt.
  • Pumpen bei ihrem Kind:
    • Mit den spitaleigenen Pumpen war es bisher für die Mutter nicht möglich, bei ihrem Kind auf der Station abzupumpen. Die Gründe:

a) Kind und Pumpe waren auf verschiedenen Stationen

b) aus Hygienegründen ist nicht erlaubt ist, eine tragbare Pumpe mit klassischem Pumpset zu verwenden. Das Hands-Free Pumpset kann jedoch vor dem Betreten des Zimmers in den BH gelegt und erst nach dem Verlassen wieder herausgenommen werden. Somit ist es hygienisch in dieser Situation unbedenklich.

  • Zudem hat sie bei der Alyssa Hands-Free die Hände frei und kann das Kind streicheln und gleichzeitig pumpen, was zu besseren Pumpergebnissen führt.
  • Komfort: Die Mutter erwähnt, dass die Schalen der spitaleigenen Pumpe zu hart seien und die Pumpe zu laut. Die weichen Silikon-Brustschalen des Ardo Hands-Free Pumpsets sagen ihr mehr zu

Diese Vorteile machen die Alyssa Hands-Free Pumpe zu einer idealen Lösung für die Mutter in ihrer aktuellen Situation.

Ergebnis

Durch die Wahl der für diese Situation passenden Pumpe hat die Mutter die Aversion gegen das Abpumpen überwunden und ist motiviert weiter abzupumpen. Die Vorteile der Ardo Alyssa Hands-Free haben es der Frau ermöglicht, in dieser schwierigen und stressigen Zeit am Pumpen dranzubleiben. Dadurch kann sie ihr Kind dauerhaft mit Muttermilch versorgen.

Schlussfolgerungen

Der Nutzen der Alyssa Hands-Free für die Mutter bei diesem Fallbeispiel:

  • Pumpen während der Autofahrt (als Beifahrerin)
  • Flexibilität
  • Pumpen bei ihrem Kind
  • Komfort

Diese machen die Alyssa Hands-Free in einer solchen Situation zur idealen Lösung.

Verfasserin

Verena Keller
Still- und Laktationsberaterin IBCLC

Stillexpertin Ardo medical AG

Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin

Familienkinderkrankenschwester

B.A. Kindheitspädagogin